CDU-Kreisverband Worms-Stadt

Zusätzliche Reinigungsstufe für Wormser Kläranlage?

Ziel ist das Wormser Abwasser von Spurenstoffen und Mikroverunreinigungen zu befreien / Antrag der CDU durch Monika Stellmann

Die schwarz-grüne Landesregierung von Baden-Württemberg hat ein Förderprogramm für Kommunen aufgelegt, mit dem kommunale Kläranlagen mit einer vierte  Reinigungsstufe erweitert werden sollen, um so die Verunreinigungen der Gewässer zu vermindern.

Luftbild Kläranlage Worms 
(Foto: BEMO SYSTEMS GmbH)Luftbild Kläranlage Worms (Foto: BEMO SYSTEMS GmbH)

Hierbei geht es besonders um Spurenstoffe und Mikroverunreinigungen, die zum Beispiel durch Medikamentenrückstände verursacht werden.
Derzeit besteht in Rheinland-Pfalz noch keine Pflicht, eine solche 4. Stufe einzurichten. „Aber es ist ja naheliegend, dass es bei größeren Anlagen aus Wasserschutzgründen sinnvoll ist, die Einleitung von Mikroschadstoffen in die Flüsse zu vermindern,“ sagt Monika Stellmann, Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion.
Sie hat daher im Namen der CDU Fraktion für die letzte Sitzung des EBWO Verwaltungsrates beantragt, dass der Entsorgungsbetrieb Worms eine entsprechende Analyse vornehmen soll, um herauszufinden, welche Mikroschadstoffe und in welchen Mengen diese immer noch in den Rhein gelangen. Die CDU erhofft sich daraus relevante Daten, um dem Verwaltungsrat des ebwo eine Empfehlung für weitere Schritte vorzustellen. „Wir müssen einfach wissen, wie wir weitere Verunreinigungen stoppen können. Sei es durch Verminderung am Entstehungsort, Reinigung in den bestehenden Klärstufen oder durch eine Machbarkeitsstudie für eine vierte, zusätzlichen Klärstufe,“ begründet Monika Stellmann ihren Antrag. 
Der Vorstand des Entsorgungsbetriebs Worms (ebwo) teilte mit, dass man sich diesbezüglich mit der Uni Kaiserslautern kurz geschlossen habe. Eine Vorab Analyse habe gezeigt, dass nur wenige Stoffe nachweisbar waren, die bedenkliche Werte aufzeigten. Ein Beleg dafür, dass die Wormser Kläranlage auf einem hohen Niveau arbeitet und schon vieles rausfiltern kann.
Man wolle nun in Zusammenarbeit mit der Uni In Kaiserslautern herausfinden, was eine weitere Filterstufe kosten würde und ob eine Machbarkeitsstudie überhaupt sinnvoll sei.
Monika Stelllmann zeigt sich im Namen der CDU -Stadtratsfraktion mit dem Ergebnis zufrieden. „So bekommen wir verläßliche und brauchbare Daten, die unsere Entscheidung für eine eventuelle Erweiterung auf sichere Füße stellt.“