CDU-Kreisverband Worms-Stadt

Radwegeausbau zwischen Eich und Ibersheim gefordert

Kommunalpolitische Vereinigung nimmt gemeinsame Aufgaben von Stadt und den Nachbarverbandsgemeinde in den Blick

Recht viele gemeinsame Themen und Aufgaben verbinden die Stadt Worms und die benachbarten Verbandsgemeinden im Landkreis Alzey-Worms, so konnte die wiedergewählte Vorsitzende der Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) Worms, Monika Stellmann feststellen.

Auch einen Austausch mit Mandatsträgern aus Alzey gab es bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Kommunalen aus Worms. Foto: Klaus HarthausenAuch einen Austausch mit Mandatsträgern aus Alzey gab es bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Kommunalen aus Worms. Foto: Klaus Harthausen

Die jüngste Mitgliederversammlung nutzte die Vereinigung der „Kommunalen in der Union“ zu einem Austausch mit Mandatsträgern aus der KPV-Alzey-Worms. Neben Verbandsbürgermeister Maximilian Abstein waren auch Bürgermeisterin Uta Balz aus Hochborn und eine Reihe weiterer Kollegen aus dem Umland bei der Wormser KPV zu Gast.
Besonders beschäftigt ist der Mangel an Kindergartenplätzen die Kommunen. Maximilian Abstein legte dar, wie das Kita-Zukunftsgesetz in Rheinland-Pfalz bei den Kommunen ein umfangreiches Bauprogramm ausgelöst hat: „Vorgaben, wie das Mittagessen in der Kita und die Anforderungen an Ruheräume, sind für die Kinder sicherlich gut, aber abgesehen vom Zuschuss des Landes für die Erstinvestition, tragen anschließend die Kommunen die laufenden Kosten dieser Zusagen. Unsere Bauämter laufen bereit in Volllast, aber es ist kein Licht am En-de des Tunnels zu erkennen, denn mit den Ganztags-Grundschulen kommt eine ähnliche Entwicklung auf die Gemeinden zu.“ Auch die Personalgewinnung sei zunehmend schwierig, vor allem wenn kirchliche Träger ausfallen.
Verbindendes fand sich im ÖPNV, Gesundheitswesen und im Hochwasserschutz. Doch ein besonderes Anliegen ist der Radwegeausbau: Die Verbindun-gen Monsheim-Worms, Wonnegau-Worms und Ibersheim-Hamm werden im Kreis als Wirtschaftswege instand gehalten und über die Flurbereinigung gesichert. So konnte der Radverkehr kostengünstig ausgebaut werden, auch wenn zwischen Radfahrern und Landwirten hier ein gewisses Maß an gegenseitiger Rücksicht gefordert ist, erläuterte Abstein. Auf dem Plan steht noch der fehlen-de Radweg zwischen Ibersheim und Eich. Hier möchten Kreis und Verbandge-meinde mit Mitteln aus dem europäischen Infrastruktur-Förderprogramm Eula die fehlende Radverbindung anpacken.
Ebenfalls einen breiten Austausch nahm der Klimaschutz in der Bauleitplanung ein. Eine besondere Herausforderung ist dabei eine nachhaltige und klima-freundliche Beheizung in Neubaugebieten, aber auch in Bestandsgebieten. Ab-stein berichtete aus Wörrstadt, wo ein „kaltes Nahwärmenetz“ für ein ganzen Baugebiet aufgebaut wird. Dies konnte Vorstandsmitglied Klaus Harthausen mit Beispielen aus Konversionsgebieten in Heidelberg ergänzen. Doch während bei Neubaugebieten die Verlegungskosten der Rohrleitungen für Nahwärme noch im Rahmen bleiben, ist ein nachträglicher Einbau wegen der Tiefbauarbeiten teuer, wie es sich aktuell in Ibersheim gezeigt hat. So müssen überall ortsange-passte Lösungen für ein zukunftsfestes Heizkonzept gefunden werden. Einig waren sich alle Anwenden, dass das Überhandnehmen von Schottergärten we-der vom Ortsbild noch vom Klimaschutz zugelassen werden sollte. Hier sind die örtlichen Bauordnungsämter gefragt, auch außerhalb neuer Bebauungspläne tätig zu werden.