CDU-Arbeitskreis Mobilität will städtischen Zuschuss für das MAXX-Ticket erhöhen

Wie bringen wir die Verkehrswende in Worms voran? Wie kann der ÖPNV attraktiver werden?

15.01.2021, 10:14 Uhr | Mobilitätsausschuss Marco Schreiber

WORMS. Wie bringen wir die Verkehrswende in Worms voran? Wie kann der ÖPNV attraktiver werden? Einen Vorstoß hierzu machen Verkehrsplaner Klaus Harthausen und Marco Schreiber, CDU-Sprecher für Mobilität. Beide sind Mitglied im Mobilitätsausschuss der Stadt Worms. Sie wollen allen Wormser Schülern die Förderung zum MAXX-Ticket ermöglichen und den Eigenbeitrag reduzieren. Mit dem MAXX-Ticket sind Schüler und Auszubildende im gesamten VRN-Gebiet mobil, von der Westpfalz bis Würzburg.

 WORMS. Wie bringen wir die Verkehrswende in Worms voran? Wie kann der ÖPNV attraktiver werden? Einen Vorstoß hierzu machen Verkehrsplaner Klaus Harthausen und Marco Schreiber, CDU-Sprecher für Mobilität. Beide sind Mitglied im Mobilitätsausschuss der Stadt Worms. Sie wollen allen Wormser Schülern die Förderung zum MAXX-Ticket ermöglichen und den Eigenbeitrag reduzieren. Mit dem MAXX-Ticket sind Schüler und Auszubildende im gesamten VRN-Gebiet mobil, von der Westpfalz bis Würzburg. 

„Junge Menschen, die in ihrer Schulzeit mit Bus und Bahn fahren, fahren tendenziell auch danach öfter mal mit dem ÖPNV.“, hofft Schreiber. Das Konzept entlastet Familien von Oberstufenschülern und Berufsschülern, die derzeit das MAXX-Ticket größtenteils selbst bezahlen müssen. Wer das MAXX-Ticket in diesen Fällen für den Schulweg nutzen will, muss dafür 543,60 Euro pro Jahr bzw. 45,30 Euro pro Monat zahlen. Auf Antrag wird aktuell ein geringer städtischer Zuschuss gezahlt. „Das ist kein echter Anreiz.“, sagt Schreiber. „Viele nehmen dann eben doch lieber das Elterntaxi oder das eigene Auto.“ 

Die Forderung, den Zuschuss der Stadt um mindestens 25% zu erhöhen, kommt allen Schülern zugute, die für das MAXX-Ticket einen Eigenanteil stemmen müssen. Dies sind Schüler der Klassenstufen 11 bis 13 und Schüler der höheren Berufsfachschule sowie der Berufsoberschule I. „Der Eigenanteil ist in Worms im Vergleich aber relativ hoch.“, sagt Harthausen. Der Zuschuss von derzeit 5,60 Euro ist seit mindestens sieben Jahren unverändert geblieben, wohingegen das MAXX-Ticket seit 2013 um etwa 20 Prozent teurer geworden ist. Für Schüler der fünften bis zehnten Klasse, sowie der Berufsfachschule I und II entfällt der monatliche Eigenanteil schon seit mehreren Jahren. 

„Dieses Thema wurde auch bei unserem CDU-Mobilitätskongress im Frühjahr 2020 oft angesprochen und ist offensichtlich vielen Wormsern wichtig.“, sagen Schreiber und Harthausen. Der ÖPNV zählt zu den freiwilligen Leistungen, eine generelle Preisreduzierung für alle ist daher für die Stadt Worms mit ihrer angespannten Haushaltslage besonders schwierig und aktuell kaum darstellbar. Die Finanzierung des MAXX-Tickets hingegen gehört zu den Pflichtausgaben einer Kommune im Rahmen des Schulgesetzes und wird über die Schülerbeförderungssatzung der Stadt geregelt. Eine Gegenfinanzierung können sich Schreiber und Harthausen aber auch durch eine angemessene Bewirtschaftung von aktuell kostenlosen Schulparklätzen wie z.B. am BIZ vorstellen. 

Die CDU-Vertreter weisen aber auch darauf hin, dass generell ein Ausbau des Angebotes mit besser Taktung und mehr Linien vor der Preisreduzierung kommen sollte „Praxisbeispiele aus vielen Städten belegen, dass nur allein das Absenken von Fahrpreisen nicht genug bewirkt, um deutlich mehr Menschen zu motivieren, vom Auto auf Bus oder Bahn umzusteigen.“ 

Denkbar sei die Umsetzung insbesondere im Rahmen des Mobilitätskonzepts.