„Ausdauer hat sich gelohnt“

CDU Horchheim freut sich über Umsetzung ihres Antrags: Wiesengrabfeld nun möglich in Horchheim / Weitere Anregungen auf den Weg gebracht

25.02.2021, 11:13 Uhr
Monika Stellmann, Erich Denschlag und Friedrich Schwahn bei ihrem Vorort-Termin auf dem Horchheimer Friedhof. Foto: CDU Horchheim/Anette Denschlag
Monika Stellmann, Erich Denschlag und Friedrich Schwahn bei ihrem Vorort-Termin auf dem Horchheimer Friedhof. Foto: CDU Horchheim/Anette Denschlag

 HORCHHEIM Die CDU Ortsbeiratsfraktion Horchheim beschäftigt sich schon lange mit der Weiterentwicklung des Horchheimer Friedhofs und nimmt dabei auch neue Bestattungsarten in den Blick.

 Wie die Union festgestellt hat, werden auch in Horchheim Naturbestattungen, bei denen die Grabpflege entfällt, mehr und mehr gefragt. Nun haben die Christdemokraten besonderen Grund zur Freude: Der Weg ist frei für ein Wiesengräberfeld in Horchheim. „Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung“, sagen die Fraktionsmitglieder der Union, zu denen die stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Stellmann, der CDU-Fraktionssprecher Erich Denschlag und Friedrich Schwahn gehören. Den Antrag hierzu hatte die CDU in Horchheim fast auf den Tag genau, schon vor zehn Jahren gestellt.
 
Stellmann wirft einen Blick auf die lange Geschichte des CDU-Antrags: „Der Antrag war damals von den anderen Parteien in einen Prüfantrag umgewandelt und dann von der Verwaltung abgelehnt worden.“ Nun jedoch hat der Friedhofsausschuss beschlossen: auch in den Stadtteil-Friedhöfen soll es Wiesengräberfelder geben. Somit ist nun auch die rechtliche Grundlage geschaffen. „Schön, dass jetzt alle für die Einrichtung eines solchen Feldes sind“, sagt Stellmann und ist sicher: „Es besteht Bedarf.“ Neben den klassischen Varianten Erd- und Feuerbestattung seien hierzulande längst neue Bestattungsarten im Kommen.
 
In Horchheim geht es nun um ein Wiesengräberfeld für Feuerbestattungen mit einem zentralen Gedenkstein. Auf diesem kann auf Wunsch und Kosten der Hinterbliebenen eine Gedenktafel mit dem Namen des Verstorbenen und seiner Lebensdaten angebracht werden. Die Auswahl des eigentlichen Urnenplatzes bestimmt die Verwaltung, die direkte Zuordnung der Grabstelle ist nicht möglich. Die Grabpflege entfällt bei dieser Bestattungsart komplett, die Rasenpflege übernimmt die öffentliche Hand. Grabschmuck ist lediglich am Gedenkstein zulässig.
 
Auch wenn es die CDU langen Atem gekostet hat – außer Puste sind die Fraktionsmitglieder längst nicht: Stellmann hat vom Friedhofsbetrieb sogar hinsichtlich eines weiteren, aktuellen Antrags der Union zum Thema Friedhof noch eine neue, gute Nachricht: „Man kommt jetzt unserem Antrag nach, die Büsche und Bäume die über die rechte Grundstücksgrenze so hinausgewachsen sind, dass der benachbarte Winzer vier Rebzeilen nicht mehr bewirtschaften kann, zurückzuschneiden.“
 
Nach einem Vor-Ort-Termin haben Stellmann, Denschlag und Schwahn jüngst eine Reihe weiterer Vorschläge und Anregungen für Friedhofs-Verschönerungen gegeben. Auch hierfür gibt es, wie die Horchheimer Politiker berichten, vonseiten des Integrationsbetriebs Friedhöfe bereits positive Signale: Angeregt hatten sie, den Hauptweg zu splitten, das Beet am Ehrenfriedhof vom Steinbeet in ein Blumenbeet zu verwandeln und der Mauer am Ehrenfriedhof einen neuen Anstrich zu geben.