Hintergrund
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     WORMS/MAINZ Am 9. Oktober sind es genau 100 Tage, seit die neue Wormser Landtagsabgeordnete der CDU Stephanie Lohr heißt. Mitten in der aktuellen Legislaturperiode, die noch bis 2021 läuft, war die junge Politikerin am 1. Juli eingestiegen, genauer: nachgerückt für den langjährigen Abgeordneten Adolf Kessel, den die Wormser zu ihrem neuen Oberbürgermeister gewählt haben. Für Stephanie Lohr war es also buchstäblich eine Berufung, zumindest ein Ruf, der sie in den Landtag gebracht hat. Inzwischen ist sie dort voll angekommen.

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    CDU und SPD haben vor dem Wormser Lutherdenkmal in feierlichem Rahmen den „Worms-Plan“ unterzeichnet. „Das neue Worms“, wie auch der Titel des 35-Seiten starken Dokuments heißt, soll bürgernäher, kinderfreundlicher und transparenter werden. Der besondere Ort, an dem der Vertrag öffentlich unterschrieben wurde, steht in den Augen der Koalitionäre für Reformation, Umdenken und Überzeugungskraft – Begriffe, die symbolisieren sollen: Es geht um einen Neuanfang.

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    Unter folgendem Link/ im unteren Bereich dieses Beitrags kann der Worms-Plan im Wortlaut heruntergeladen werden.

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09.05.2019
Belzer stellt Pläne für Ibersheim vor
CDU Ortsvorsteher-Kandidat Daniel Belzer hat viel vor / Klare Ziele, wie sich guter Zusammenhalt in Ibersheim weiter stärken lässt
IBERSHEIM „Für unseren Stadtteil und vor allem für die Bürger als Ansprechpartner für Wünsche und Sorgen mit offenem Ohr da zu sein“ – das hat sich Daniel Belzer, den die CDU als Ortsvorsteher für Ibersheim vorschlägt, bei seiner Kandidatur auf die Fahne geschrieben. Inzwischen hat er seine Pläne mit ganz konkreten Zielen vorgelegt, die er umsetzen will. Belzer ist 34 Jahre alt, verheiratet und hat sich viel vorgenommen.
Daniel Belzer: Ibersheim darf nicht länger abgehängt werden! Foto: Karin Flesner
Er macht sich stark für ein planvolles Vorgehen: „Zunächst sollen die bereits angefangenen Projekte fertiggestellt werden“, erklärt er. Sein Fahrplan sieht folgende Punkte vor: „Der Weg zur Sporthalle muss fertig ausgebaut werden“, sagt Belzer. „Außerdem müssen wir einen genauen Plan für unseren Friedhof erarbeiten“, wobei er besonders das Urnenfeld in den Blick nimmt, aber auch die Instandsetzung des Friedhofswegs gelte es voranzutreiben. „Ebenso muss die Nutzung der ehemaligen Feuerwehr als Gemeinschaftsraum ermöglicht werden“. Ebenfalls auf Belzers Agenda steht die Erneuerung der Fahrbahn der K16 Richtung Eich. Wichtig sei aber auch, dass die Steinerwaldstraße mit Bauplätzen komplettiert werde. „Wir müssen zudem ein Neubaugebiet für junge Familien planen“, entwickelt er seine Vision weiter, wie Ibersheim auch für Neu-Bürger weiter attraktiv werden soll. Beachtung schenkt Belzer ebenso der Verkehrsberuhigung der Hauptstraße – hierzu müsse es Maßnahmen auf der Hammer und Rheindürkheimer Straße geben. Ganz typisch für Ibersheim ist laut Belzer die gute Gemeinschaft und der Zusammenhalt unter den Bürgern. „Das ist wie bei einer großen Familie – und das mag ich an unserem Stadtteil.“ Und dies lebt Daniel Belzer auch selbst vor. Zum Beispiel im Sportclub Ibersheim (SCI), dem größten Verein in dem kleinsten Wormser Stadtteil. Von den knapp 750 Einwohnern in Ibersheim sind rund 350 Mitglied in dem Verein (Stand 2013/14). „Mit dem SCI verbindet mich sehr viel – der Verein ist nicht wegzudenken.“ Das Angebot mit den vielen Abteilungen sei so umfangreich, dass praktisch für jeden etwas dabei sei. Der Verein bringe die Menschen im Ort zusammen und stifte Identität. „Mit dem SCI bin ich groß geworden“, fasst Belzer seine enge Bindung zu dem Sportclub zusammen. „Den Verein will ich auch als Ortsvorsteher nach Kräften unterstützen“. Gute Erfahrungen habe er auch damit gemacht, wenn er andere motiviere, sich ebenfalls einzubringen in der Gemeinschaft. „Wenn ich erkläre, warum wir etwas machen, dann stelle ich fest, dass es durchaus etliche gibt, die bereit sind mitzuarbeiten!“, freut sich Belzer. Dies führt ihn zu einem anderen wichtigen Punkt: dem Miteinander und der konstruktiven Zusammenarbeit auch in den politischen Gremien. „Ganz wichtig ist, dass der Ortschef anerkannt und akzeptiert wird“. Nur so sei eine gute Zusammenarbeit möglich. „Besonders bei großen Projekten müssen in Ibersheim alle Parteien an einem Strang ziehen – nur gemeinsam können wir etwas erreichen“, sagt Belzer. Um den Gemeinsinn zu stärken, hat er sich im Falle eines Wahlsiegs als Ortschef klare Vorgaben gesetzt, an denen er sich messen lassen will: „Viel Präsenz zeigen, die Bürger mehr einbinden und den Kontakt zu anderen, insbesondere den benachbarten Ortsvorstehern und Ortsbürgermeistern ausbauen.“ Im Blick hat er dabei natürlich auch den CDU Ortsverband Rheindürkheim, zu dem eine enge Beziehung besteht. „Dieser steht bei allen Themen helfend zur Seite“, freut sich Belzer. Und dazu zählt er auch den künftigen Wormser OB Adolf Kessel, der lange Vorsitzender in Rheindürkheim war, derzeit Rheindürkheimer Ortsvorsteher ist und in der OB-Stichwahl in Ibersheim ganz besonders viel Rückhalt – nämlich mehr als 70 Prozent – erhalten hat. „Da ist es fast schon eine logische Konsequenz für Ibersheim, auch bei der Kommunalwahl am 26. Mai CDU zu wählen, um eine bestmögliche Zusammenarbeit mit unserem OB zu ermöglichen“, sagt Belzer. Was Belzer tunlichst vermeiden will: eine Vorgehensweise wie bei der 1250-Jahr-Feier. Bei dieser hätten sich viele Bürger außen vor gelassen gefühlt, weil das Jubiläum im Wesentlichen aus einer akademischen Feier bestanden habe (Belzer: Das war leider fast schon eine Privatveranstaltung – sehr schade!). Hinzu kommt der eigene Einsatz, buchstäblich mit „Herz und Hand“, wie es im diesjährigen Wahlkampf-Slogan der Union heißt: „Wo es zu helfen gab, war ich immer dabei“, sagt Belzer. Als Beispiel nennt er den Hochwasserschutz. Er ist zum Beispiel Dammwache gelaufen und hat, parallel zur früheren Ortsvorsteherin, Karin Sobottka, geholfen, weitere Freiwillige zum Hochwasserschutz zu mobilisieren. Auch für die Freundschaft mit der Partnergemeinde Chemellier macht sich Belzer stark und will, dass daraus eine offiziell anerkannte Partnerschaft wird. Der potenzielle künftige Ortschef sieht durchaus positive Entwicklungen in Ibersheim und nennt als Beispiel die Instandsetzung der Straße Richtung Rheindürkheim. „Ich wünsche mir für Ibersheim, dass es weiterhin so lebenswert bleibt wie es ist“, fasst er zusammen – was nicht heißt, dass es nicht noch besser werden könnte. Hier lautet sein großes Ziel: „Ibersheim darf nicht länger von der Stadt abgehängt werden!“.


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