Hintergrund
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     WORMS/MAINZ Am 9. Oktober sind es genau 100 Tage, seit die neue Wormser Landtagsabgeordnete der CDU Stephanie Lohr heißt. Mitten in der aktuellen Legislaturperiode, die noch bis 2021 läuft, war die junge Politikerin am 1. Juli eingestiegen, genauer: nachgerückt für den langjährigen Abgeordneten Adolf Kessel, den die Wormser zu ihrem neuen Oberbürgermeister gewählt haben. Für Stephanie Lohr war es also buchstäblich eine Berufung, zumindest ein Ruf, der sie in den Landtag gebracht hat. Inzwischen ist sie dort voll angekommen.

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    CDU und SPD haben vor dem Wormser Lutherdenkmal in feierlichem Rahmen den „Worms-Plan“ unterzeichnet. „Das neue Worms“, wie auch der Titel des 35-Seiten starken Dokuments heißt, soll bürgernäher, kinderfreundlicher und transparenter werden. Der besondere Ort, an dem der Vertrag öffentlich unterschrieben wurde, steht in den Augen der Koalitionäre für Reformation, Umdenken und Überzeugungskraft – Begriffe, die symbolisieren sollen: Es geht um einen Neuanfang.

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    Unter folgendem Link/ im unteren Bereich dieses Beitrags kann der Worms-Plan im Wortlaut heruntergeladen werden.

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26.02.2018
Designierter OB-Kandidat Adolf Kessel: Entwicklungen nicht dem Zufall überlassen
WORMS Dass sich Worms in den letzten Jahren weiter entwickelt hat, dafür steht die CDU mit in der Verantwortung, schließlich gibt es punktuelle Zusammenarbeit im Stadtrat und Stadtvorstand. „Viele Entwicklungen folgen jedoch keiner festgelegten Strategie“, bemängelt der designierte OB-Kanddat Adolf Kessel den Führungsstil des Amtsinhabers. Es fehle an umsichtiger Planung. „Worms kann mehr!“. Zu viel bleibe dem Zufall überlassen, weshalb Worms seine Potenziale nicht ausschöpfe. Beispiele dafür nennt Kessel viele:
Adolf Kessel (rechts): Wir brauchen eine verbindliche Prioritätenliste aller Schulbaumaßnahmen.
Der Zufallsfund Hamster, der das Gewerbegebiet am Hohen Stein zunichte machte. Die herunterfallenden Decken in der Staudinger-Schule, die einen Abriss am Schulgebäude und das Aufstellen von Containern zur Folge hatte, ohne zu wissen, ob ein neues Schulgebäude errichtet oder ein vorhandenes umgebaut werden soll. Das Parkhaus Koehlstraße, das geschlossen, wieder geöffnet und dann abgerissen wurde, ohne dass Pläne für einen Neubau fertig gewesen wären. Auch Beispiele schlecht aufeinander abgestimmter Großbaustellen zählte Kessel auf und nannte Mängel bei der zielgerichteten Stadtentwicklung. Dem hielt Kessel entgegen: „Wir brauchen eine verbindliche Prioritätenliste aller Schulbaumaßnahmen“ und warb für transparente Konzepte: „Lehrer, Eltern und Schüler müssen wissen, wann ihre Schule dran ist“. Diese Klarheit gelte analog für den Bau- und Ausbau neuer Kindertagesstätten. Kessel legt Wert auf Haushaltskonsolidierung und lehnt Steuererhöhungen ab. Bei Sicherheit, Feuerwehr, städtischem Vollzugsdienst und im Kita-Bereich könne jedoch nicht einfach weiter gespart werden. Vom Tourismus bis zur Breitbandversorgung und Unternehmens-Ansiedlung, von der Existenzgründung Wormser Hochschulabsolventen bis zum Klimagutachten spannte er den Bogen. Auch die Kultur samt „Leuchttürmen“ wie Nibelungen-Festspiele und SchUM behielt er im Blick. Ob Integration von Flüchtlingen, adäquate Unterkünfte für Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor, ob ärztliche Versorgung oder steigender Bedarf an Pflegekräften – all dies bedürfe eines zielgerichteten Vorgehens. Kessel: „Wir brauchen klare Ziele und müssen die Faktoren sowie die relevanten Personen in Mainz und Berlin kennen, die bei der Umsetzung eine Rolle spielen“.


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