Hintergrund
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    WORMS Wie motiviert man mehr Menschen für ein politisches Ehrenamt? Dieser Frage haben sich aus der Wormser CDU Mandatsträger, Fraktionsmitglieder und Vorsitzende der Ortsverbände und Vereinigungen intensiv gewidmet im DRK-Berufsbildungswerk, wohin die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) des CDU-Kreisverbands eingeladen hatte. „Eine starke Mitgliederbasis ist wichtig; wir brauchen – wie alle Parteien – vor allem noch mehr junge Mitglieder“, fasste die KPV-Vorsitzende Monika Stellmann die Ausgangslage zusammen.

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    WORMS „Haben Sie keine Scheu vor dem Wort Senior!“, motivierte die Vorsitzende der Wormser Senioren Union (SU) all diejenigen, die die Altersmarke 60 überschritten haben und damit der SU beitreten dürfen, dies aber noch nicht getan haben. „Wir sind kein Senioren-Verein und kein Altertumsverein – 60 Jahre sind heute kein Alter!“, sagte Büssow und machte eine einladende Handbewegung in den Festsaal der Müllerei, an dem jeder Platz an den Tischen besetzt war. „Erleben Sie die Stimmung!“.

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    WEINSHEIM Wer „konservativ“ ist, will den Wandel nicht verhindern, das wäre traditionalistisch, und ihn auch nicht rückgängig machen, denn das wäre reaktionär. „Konservativ“ bezeichnet eine Haltung zum Wandel, die auf behutsame Verbesserung anstatt auf radikale Umgestaltung setzt. Der Nikolaus der CDU Weinsheim hat in diesem Jahr in der Praxis gezeigt, wie - und wie gut - das funktioniert.

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    WORMS Einen stolzen Betrag hat die Wormser Frauen Union (FU) an das Theaterensemble Szene 9 übergeben können: 1524,50 Euro. Das Geld stammt aus dem Erlös, den die Frauen Union im Rahmen des Herbstmarkts der Wormser Frauenverbände erwirtschaftet hat.

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    WORMS Traditionell begeht die Junge Union Worms gemeinsam mit der Jungen Union Alzey-Worms den 12. November als „Tag der Solidarität für die Bundeswehr“ mit einer Aktion. An diesem für die Bundeswehr historischen Datum traten 1955 die ersten 101 Freiwilligen in die Bundeswehr ein und erhielten ihre Ernennungsurkunden ausgehändigt. Das Datum ging als Gründungstag der Bundeswehr in die Geschichte ein.

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21.05.2014
CDU-Pfeddersheim will hausärztliche Versorgung vor Ort sicherstellen
Lösungsansätze aufgezeigt / CDU-Vorsitzende Langner: Politik auch vor Ort gefragt / Bis 2020 alle derzeitigen Pfeddersheimer Hausärzte in Ruhestand / Nachfolge schwierig
PFEDDERSHEIM Hausärzte auf dem Land werden knapp. Und auch wenn sich die Pfeddersheimer eigentlich eher als Stadt sehen, ändert das nichts an der Tatsache, dass es im Wormser Vorort ernst wird in diesem Punkt. Von den vier ansässigen Hausärzten werden bis 2020 alle im Ruhestand sein. Nachfolger zu finden ist schwierig. Dr. Ralph Treichel, einer dieser Hausärzte, sucht jetzt schon händeringend – bislang vergebens. Die CDU-Pfeddersheim hat Lösungsansätze aufgezeigt.
CDU-Vorsitzende Michaela Langner: "Es ist wichtig, dass wir jetzt in einen Dialog eingestiegen sind. Auch die Politik vor Ort kann etwas tun."
Vorsitzende Michaela Langner holte dazu Pfeddersheimer Ärzte, Bürger, sowie CDU-Ortsbeiratsmitglieder und Kandidaten an einen Tisch. Bis 2020 werden in Rheinland-Pfalz über 50 Prozent der jetzt noch praktizierenden Hausärzte im Ruhestand sein, in Worms sogar 60 Prozent. „Wo die Nachfolger herkommen sollen, weiß ich nicht“, sagte Francisco Reguillo, einer der Hausärzte in Pfeddersheim. Gestiegene Bürokratie, enge Budgets und die Angst vor Regressansprüchen der Krankenkassen, wenn Ärzte ihr Budget überschreiten, wurden als Gründe genannt, warum junge Ärzte lieber ein Angestellten-Verhältnis oder eine Facharzt-Ausbildung vorziehen, statt das Risiko einer eigenen Hausarztpraxis auf sich zu nehmen. Daniel Sattler, ein junger Mediziner aus Pfeddersheim, der sich in der Facharztausbildung zum Anästhesisten am Klinikum befindet, nannte einen weiteren Grund: „Im Studium spielt das Thema Hausarzt eine untergeordnete Rolle“. Schon jetzt machen sich die Praxisschließungen in Heppenheim und Offstein in Pfeddersheim bemerkbar, wo die Praxen voller werden. Mit weiteren Schließungen wird in den nächsten zehn Jahren auch in den Nachbar-Orten Leiselheim und Monsheim gerechnet. Der bundesweite Trend geht hin zu Ärztehäusern, Polikliniken, Ärztezentren. Die Wege zum Hausarzt werden also eher weiter, die Praxen voller. Lässt sich ärztliche Versorgung mit Hausärzten in Pfeddersheim trotzdem sicherstellen? Hierzu fand die CDU Ansätze: Abbau der Bürokratie, Stärkung der Rolle der Hausärzte, finanzielle Anreize und mehr Gewicht auf die Hausarzt-Ausbildung im Studium. „Hausärzte sollen außerdem über Budgets für Hausärzte, Fachärzte für Fachärzte entscheiden“, forderten die beiden anwesenden Mediziner. Langner sagte, Rahmenbedingungen müssten verbessert werden, um Hausärzte lokal zu binden. So könnten von Kommunen Immobilien zur Verfügung gestellt werden, so dass Mediziner frei gewordene Ressourcen in ein professionelles Management fließen lassen können, das Bürokratie übernimmt. Eine andere Möglichkeit sei, in Pfeddersheim eine große Praxis vorzuhalten und diese Praxis mit einem Management auszustatten, so dass Mediziner nur rein ärztlich tätig sein können. „Wir müssen noch mehr Partner gewinnen und den Dialog ergebnisorientiert fortsetzen“, fasste Langner zusammen.


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