Hintergrund
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    PFEDDERSHEIM Es kann sich hören lassen, wenn die CDU in Pfeddersheim den Ton angibt, genauer gesagt: zu einer ganz besonderen klanglichen Delikatesse einlädt. So geschehen bei der Soiree, die der CDU-Ortsverband Pfeddersheim organisiert hatte und das Pfeddersheimer Musikerviertel auf eine ganz besondere Weise vorstellte.

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    wir möchten uns zuerst einmal herzlich bei Ihnen für die insgesamt hohe Wahlbeteiligung bedanken. Zeigt es uns doch dass hier politisch interessierte wie auch gebildete Bürger leben, die sehr wohl etwas bewegen wollen. Sie haben erkannt dass es auf Inhalte und weniger auf die Quantität, welche sich in der Menge an Wahlplakaten niederschlug, ankommt. Hierfür steht „Unser Jan“.

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    RHEINZABERN Adolf Kessel führt weiterhin den Arbeitnehmerflügel der CDU auf Landesebene an. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) bestätigte ihren Chef, der seit 2013 an der Spitze steht, auf der Landestagung in Rheinzabern einmütig. Mit großem Rückhalt leitet der 59-jährige Wormser Landtagsabgeordnete nun für zwei weitere Jahre die CDU-Sozialausschüsse. (Weitere Mitglieder des neuen Vorstands siehe Infokasten).

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    WORMS Die Games-Branche gilt längst als Innovations-Treiber auch für andere Technik-Bereiche; Computerspiele sind Kulturgut und ein Milliardengeschäft – das neue Hollywood. Ein Teil davon befindet sich jedoch nicht etwa fernab in den USA oder China, sondern in Worms, mitten in der KW. Dort hat die Kalypso Media Group ihren Hauptsitz in der Wilhelm-Leuschner Straße 11 bis 13. Die CDU Worms und der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler haben dem Unternehmen, das zudem das einzige dieser Art in Rheinland-Pfalz ist, einen Besuch abgestattet. Auch der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Wormser CDU, Adolf Kessel, machte sich ein Bild vor Ort.

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    PFIFFLIGHEIM Der Applaus ist lang, den die Zuhörer dem Bundestagsabgeordneten Jan Metzler spenden im Pfiffligheimer Autohaus Tallafuss, wohin die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Worms (MIT) eingeladen hatte. Der Politiker zeigte in seiner rund einstündigen Rede einmal mehr seine Nähe zu den Menschen, aber auch seinen Willen, für Rheinhessen die Rolle eines politischen Dienstleisters zu übernehmen. Die MIT-Vorsitzende Iris Muth freute sich, dass so viele Interessierte der Einladung gefolgt waren.

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04.05.2016
Sprache ist der Schlüssel
Integration durch Schule und Beruf: Bildungsforum von KPV und JU zeigt Wege auf / Marco Schreiber und Monika Stellmann: Tolle Resonanz / Begleitung, Patenschaften und Praktika im Fokus
WORMS Wie kann Bildung die Integration fördern in Schule und Beruf? Handfeste Ansätze dazu hat das Bildungsforum gegeben, zu dem die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) und die Junge Union (JU) – zwei Vereinigungen, die der CDU nahestehen – ins Herrnsheimer Winzerhotel Sandwiese eingeladen hatten.
„Integration ist eine Querschnittsaufgabe.“ - so lautet ein Fazit der Veranstaltung.
Die beiden Kreisvorsitzenden Marco Schreiber (JU) und Monika Stellmann (KPV) äußerten sich sehr zufrieden: dass so viele Teilnehmer gekommen waren, die engagiert diskutierten, habe die Erwartungen übertroffen. „Für ein gutes Miteinander ist eine gelungene Integration unerlässlich“, fasste Stellmann zusammen. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Landtagsabgeordneten Adolf Kessel (CDU), der auch integrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion in Mainz ist. Neben den Experten im Podium beteiligten sich auch viele Gäste an der Diskussion, von denen einige selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Fazit: Der Schlüssel für Integration liegt in der Sprache. Zudem müssen aber auch Werte vermittelt werden. Entscheidend ist dabei, dass man offen, aufgeschlossen und mit Würde auf die Menschen zugeht, die Hilfe brauchen. Nötig sind Lösungen nah an der Lebenswirklichkeit. Praktika und Patenschaften gelten als zwei vielversprechende Wege. „Die Menschen gehören würdevoll an die Hand genommen – und wir können dabei für uns selbst noch etwas lernen", meinte Waldemar Herder, der Wormser Dezernent für Bildung und Soziales. Nötig sei eine Integrations- und eine Bildungskette. „Nur ein Dach über dem Kopf in der Turnhalle reicht nicht.“ In Worms seien deshalb beispielsweise Stellen für Deutschsprachlehrer an Volkshochschulen erhöht worden. Ab Mai werde ein Flüchtlingskoordinator eingesetzt. Und das Wormser Pilotprojekt mit ehrenamtlichen Deutschlernlehrern sei „ein Exportschlager“. Herder räumte ein, das System müsse trotzdem schneller werden: „Alle Flüchtlinge, die uns zugewiesen werden, sollten möglichst innerhalb von acht Wochen einen Sprachkurs bekommen“. Weil die Voraussetzungen so unterschiedlich seien, brauche man auch ganz unterschiedliche Sprachkurse und wenn möglich, für jeden Flüchtling einen eigenen Integrationsplan. Caritas-Sozialarbeiterin Susanne Kolb, die in der VG-Wonnegau Flüchtlinge betreut, sagte: „Die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft ist immer noch sehr groß, wir haben täglich Anrufe“. Umgekehrt seien auch die Flüchtlinge hochmotiviert. „Wichtig ist, dass Sprache und Werte schnell vermittelt werden – das Moratorium des Wartens macht die Leute kaputt“. Kreishandwerksmeister Bernd Kiefer sagte, um dem Fachkräftemangel auch mit Hilfe von Flüchtlingen begegnen zu können, brauche es Zeit zur Qualifizierung. „Die Handwerkskammer bietet bereits spezielle Kurse an“. Es müsse dabei auch über neue Wege nachgedacht werden. Dr. Thorsten Ralle, Sprecher des Landeselternbeirates, bemängelte, es fehle an Fachlehrern für Deutsch in den Schulen. Herder sagte, in den Schulen müssten Lehrerstunden nach tatsächlichem Integrationsbedarf der Schüler vergeben werden, statt nach dem Gießkannenprinzip für alle Schulen gleich. Ob nun eigene Förderklassen für Flüchtlinge besser sind oder gemeinsame Klassen – eine Frage die JU-Vorsitzender Schreiber in die Runde warf – blieb offen. Ralle zog das Fazit: „Beide Wege sind im Experimental-Stadium“. Daniel Bulun, dessen Eltern einst aus der Türkei nach Deutschland gekommen waren, der nun hier in der Region studiert und ebenso Mitglied in der JU wie in der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Worms ist, machte deutlich: „Integration findet auch zuhause statt“. Der Einfluss der Eltern bei der Berufswahl sei groß. „Auch die Eltern müssen der deutschen Sprache mächtig sein“. Nur so könnten sie sich informieren und ihren Kindern die richtigen Ratschläge geben. Aus den Zuhörerreihen kam außerdem der Vorschlag, dass auch Unternehmer begleitet werden müssten, wenn sie Flüchtlinge beschäftigen. In einem weiteren Punkt waren sich alle einig: Integration bezieht sich nicht nur auf die Flüchtlinge. „Wir dürfen dabei die Mitmenschen nicht vergessen, die ebenfalls unsere Unterstützung brauchen und sonst abgehängt werden“, fasste Herder zusammen. „Integration ist eine Querschnittsaufgabe.“


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